Universitätsklinikum übertrifft alle Hygienevorgaben

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Darstellung im ARD-Magazin Plusminus trifft nicht zu. Das Klinikum ist Vorreiter auf dem Gebiet der Krankenhaushygiene.

Das ARD-Magazin Plusminus veröffentlichte heute am 11. Januar 2017 eine Krankenhausliste, auf der Kliniken verzeichnet sind, die eine „unzureichende Hygiene“ haben. Das Universitätsklinikum Frankfurt wird auf dieser Liste geführt, weil es angeblich über keine sogenannten hygienebeauftragten Pflegekräfte verfüge. Diese Darstellung ist nachweislich falsch, denn das UKF beschäftigt sogar 74 solcher hygienebeauftragten Pflegekräfte. 

74 hygienebeauftragte Pflegekräfte: gesetzliche Anforderung übererfüllt

Hygienebeauftragte Pflegekräfte sind weder gesetzlich vorgeschrieben, noch werden sie vom Robert-Koch-Institut verlangt. Anderslautende mediale Darstellungen sind falsch. Dennoch hat das Universitätsklinikum bereits im Jahr 2015 diese spezifischen Fachkräfte eingeführt und erfüllt damit die gesetzlichen Vorgaben weit mehr als verlangt.

Alle Mitarbeiter für Hygiene verantwortlich

Plusminus greift auf veraltete Daten aus dem Jahr 2014 zurück. Damals hatte das Universitätsklinikum keine Pflegekräfte benannt, die diese spezifische Bezeichnung führten. Stattdessen macht der verbindliche Hygieneplan, den die Hygienekommission des Universitätsklinikums beschlossen hat, schon seit Jahren das gesamte Klinikumspersonal individuell dafür verantwortlich, diese Hygieneregeln umzusetzen.

Mustergültig: Universitätsklinikum Frankfurt ist Hygienevorreiter

Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene verfügt über eine akkreditierte Infektionsdiagnostik mit einer gefragten wissenschaftlichen Expertise und fungiert als Expertenkonsiliarlabor für das Robert-Koch-Institut. Sein Direktor Prof. Volkhard Kempf und der Leiter der Abteilung Krankenhaushygiene, PD Dr. Christian Brandt unterstützten erfolgreich beispielsweise 2015 das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein am Standort Kiel auf dessen Einladung bei der Bekämpfung des Erregers Acinetobacter baumannii. Darüber hinaus sind die Wissenschaftler unter anderem Mitglieder des Hessischen Hygienebeirats. Außerdem führt das Institut Forschung zur Übertragung multiresistenter Bakterien durch – neben weiteren Trägern gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Die Mitarbeiter veranstalten die Kurse zur Weiterbildungsbezeichnung „Krankenhaushygiene“ im Auftrag der Landesärztekammer Hessen. Ein bundesweit einzigartiges Universitäres Zentrum für Infektionserkrankungen verbindet alle Aspekte der Krankenhaushygiene, Infektionsmedizin und Infektionsdiagnostik interdisziplinär. Ein „antibiotic stewardship“-Programm wird ebenfalls seit Jahren vorbildlich umgesetzt, auch hier haben die Ärzte des Universitätsklinikums unter der Leitung von Prof. Stephan (Infektiologie) und Prof. Kempf (Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene) aufgrund der besonderen Expertise die entsprechenden Weiterbildungsmodule für die Landesärztekammer Hessen entwickelt und veranstaltet.

Vorbildlicher Hygieneplan

Die Strategie für eine optimale Infektionsprävention am Universitätsklinikum Frankfurt entwirft eine interdisziplinär besetzte Hygienekommission unter Leitung des Ärztlichen Direktors und legt diese in einem verbindlichen Hygieneplan fest. Zur Sicherung der Hygienestandards verfügt das Universitätsklinikum als eines von wenigen Krankenhäusern in Hessen mit PD Dr. Christian Brandt über einen Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin. „Ein ganz wesentlicher Teil unserer Arbeit sind Schulungen und Beratungen. Wir befähigen Mitarbeiter durch die Vermittlung wissenschaftlich geprüfter Verfahren, Infektionen bewusst zu vermeiden“, erläutert PD Dr. Brandt. Gemeinsam mit seinem Team führt er auch regelmäßige sowie bei Bedarf auch ad-hoc-Begehungen und Beratungen auf den Stationen durch, um mögliche Infektionsrisiken zu identifizieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Zusätzlich zum Team des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene sind am Universitätsklinikum 30 hygienebeauftragte Ärzte und zwei Reinigungskontrolleure beschäftigt.

Für weitere Informationen:

Prof. Dr. med. Volkhard A. J. Kempf
Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene Universitätsklinikum Frankfurt
Fon (0 69) 63 01 – 50 19
Fax (0 69) 63 01 – 83 43 1
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