Schlüssellochchirurgie bei gebrochenen Wirbelkörpern


20070224 2700 apUnfallchirurgie veranstaltet erste Workshops„Kyphoplastie“ am UKGM in GießenTeilnehmer aus ganz Deutschland / Praktische Übungen im Focus

Rund 2,4 Millionen Menschen erleiden jedes Jahr in Deutschland einen schmerzhaften

Wirbelkörperbruch, bedingt durch Osteoporose (Knochenschwund), aber auch bei Unfällen aller Art kommt es häufig zu Brüchen der Wirbelkörper.

Ein besonders schonendes und innovatives Operationsverfahren ist in solchen Fällen die Ballon-Kyphoplastie. Durch zwei kleine Schnitte wird dabei eine sehr dünne Kanüle in den gebrochenen Knochen eingeführt. Durch die Kanüle bringt der Arzt dann einen Spezial-Ballon in den Wirbelkörper und dehnt ihn auf, bis die ursprüngliche Position des gebrochenen Wirbels weitgehend wieder erreicht ist. Nach Entfernung des Ballons wird der entstandene Hohlraum im Wirbelkörper mit einem speziellen Knochenzement aufgefüllt, der den Knochen stützt und aufrichtet. In der Regel ist der Patient schon zwei Tage nach dem Eingriff in der Lage, die Wirbelsäule wieder voll zu belasten. Im Vergleich zu konventionellen Operationstechniken ist dieses minimal-invasive Verfahren für die Patientenwenig belastend, verkürzt den Krankenhausaufenthalt deutlich und erspart den Betroffenen das dauerhafte Tragen eine Korsetts. In der Gießener Klinik für Unfall-, Hand und Wiederherstellungschirurgie am UKGM wird die Ballon- Kyphoplastie schon seit mehreren Jahren angewandt. In diesem Jahr haben die Experten ihre Erfahrungen nun auch anderen Kollegen zur Verfügung gestellt. Zwei Workshops wurden von Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet besucht. Neben theoretischen Vorträgen lag der Schwerpunkt dabei auf den praktischen Übungen. An Leichenpräparaten konnten die Teilnehmer die minimal-invasive Technik unter Anleitung der Gießener Spezialisten erlernen. Referenten des Workshops waren Prof. Dr. Christian Heiß, stellvertretender Direktor der Klinik für Unfall-, Hand und Wiederherstellungschirurgie, Prof. Dr. Wolfgang Böcker und Oberarzt Dr. Markus Engelhardt.

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