Boxberger-Preis für Wirksamkeit von Moorbädern an Professor Uwe Lange verliehen

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Der Leiter der Abteilung Physikalische Medizin und Osteologie im Rheumazentrum der Kerckhoff-Klinik Univ.-Professor Dr. med. Uwe Lange (Professur für Internistische Rheumatologie, Osteologie und Physikalische Medizin der JLU Gießen) hat den Förderpreis der Boxberger-Stiftung der Stadt Bad Kissingen erhalten. Die Preisverleihung erfolgte durch den Oberbürgermeister und den Stiftungsvorstand auf Vorschlag von 7 begutachtenden Kuratoriumsmitgliedern. Der Boxbergerpreis wird für wissenschaftliche Arbeiten in Bezug auf die medizinische Rehabilitation am Kurort und Einsatz eines Kurmittels vergeben.

Professor Dr. med. Uwe Lange wies in seiner Studie nach, dass wiederholte Moorbäder, im Rahmen eines 3-wöchigen Rehabilitationsaufenthaltes über eine Erhöhung der Körperkerntemperatur unteranderem einen Einfluss auf das Immunsystem nehmen. Entzündungsfördernde Moleküle, sogenannten Zytokine, fallen ab und entzündungshemmende Moleküle steigen an. Der Entzündungsprozess wird somit quasi „gedämpft“. Damit einhergehend erklären sich auch die Verbesserungen von diversen klinischen Parametern, unter anderen eine mittelfristige Abnahme von Schmerzen bei gleichzeitig deutlich vermindertem Schmerzmittelgebrauch. Diese Wirkungen konnten durch die seriellen Heiltorfbäder bei insgesamt 81 Patienten, sowohl mit entzündlich-rheumatischen, als auch degenerativen Erkrankungen nachgewiesen werden.

Fazit der gewonnen Resultate ist, dass Moorbäder einen durchaus berechtigten Stellenwert im multimodalen Therapiekonzept dieser Krankheitsbilder einnehmen und zusätzlich zu anderen Behandlungen genutzt werden sollten. Zudem bieten die Ergebnisse auf der molekularen Ebene erste Erklärungen für die klinisch „sicht- und fühlbaren“ Wirkmechanismen von Moorbädern. Bei der Abnahme des entzündungshemmenden Interleukin-10 handelt es sich um eine weltweite Erstbeschreibung. Der Förderpreis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Foto: Univ.-Prof. Dr. med. Uwe Lange (Mitte), Oberbürgermeister Kay Blankenburg (links) und Dr. Klaus-Henning Kraft von der Boxberger-Stiftung (rechts)

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